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Datenablage mit Rclone auf Cloud-Speicher

 

📑 Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung
Installation
Einrichtung
Google Drive
Remote-Knoten
Mount-Point
Autostart
Test
Entschlüsselung
OneDrive
Remote-Knoten
Mount-Point
Autostart
Test
Entschlüsselung
Sonstiges
Bash-Script
Backup
Backup/Restore mit Abfrage
Mindmap
Zusammenfassung

 

Vorbemerkung

Für ein Backup auf externem Cloud-Speicher wie Dropbox, Google Drive und OneDrive lassen sich unter Linux Hilfsprogramme nutzen: rclone und rsync.

Installation

In einem Terminal wird ausgeführt:

Einrichtung

Google Drive

Vorausgesetzt wird, dass ein Account und der API-Zugriff eingerichtet sind. Anleitung hierfür: Rclone Drive

Remote-Knoten

1. In Google Drive das Verzeichnis /encrypted einrichten. 2. Eingerichtet werden die Knoten gdrive und gdrive_encrypted.

Dazu wird im Terminal aufgerufen für gdrive:

Sobald im Browser der Zugriff von rclone bestätigt wird erscheint ein Bild mit dem Hinweis: Success. Danach kann das Fenster geschlossen werden.

Diese Schritte werden wiederholt für gdrive_encrypted:

Hier erfolgt der Eintrag auf den zu erst erstellten Knoten mit der Angabe des Speicherortes: gdrive:encrypted. Datei- und Verzeichnisnamen werden verschlüsselt und es werden eigene Passwörter vergeben.

Damit die Wiederherstellung funktioniert sind die Passwörter an einem sicheren Ort auf zu bewahren.

Mount-Point

Es wird im Home-Verzeichnis der Mount-Point /GoogleDrive erstellt:

Autostart

Für den Autostart wird eine gdrive.desktop im Verzeichnis ~/config/autostart

mit folgendem Inhalt gespeichert:

Der Nutzername ist entsprechend anzupassen.

Test

Mit folgende Kommandos lassen sich die Daten übertragen:

Syntax: rclone command flags client remote

Das Ergebnis sind ein zusätzliches Verzeichnis mit verschlüsselten Verzeichnis- und Dateinamen auf Google Drive und kann im Terminal bei der Übertragung so aussehen:

Entschlüsselung

In gleicher Weise werden die Daten auf den Client wieder zurück übertragen und entschlüsselt:

Syntax: rclone command flags remote client

Der Schalter -Pv zeigt den Fortschritt der Übertragung an und aktualisiert diese Anzeige ständig:

-P (Progress): Zeigt einen Fortschrittsbalken und aktuelle Übertragungsgeschwindigkeit an.
-v (Verbose): Aktiviert ausführliche Ausgaben, die zusätzliche Informationen zur Operation liefern.

OneDrive

Die Installation von OneDrive erfolgt in den Linux-Distributionen unterschiedlich. Deshalb sind die spezifischen Hinweise für die eigene Distribution zu beachten.

Im Prinzip verläuft die Einrichtung von Rclone entsprechend den Hinweisen für Google Drive. Allerdings ist die Einrichtung einer API nicht erforderlich.

In OneDrive ist unter Eigene Dateien der Ordner encrypted zu erstellen.

Remote-Knoten

Auch hier werden zwei Knoten eingerichtet: onedrive und onedrive_encrypted.

Mount-Point

In Ubuntu 25.10 erfolgt die Installation mit:

Danach mit onedrive-cli die Einrichtung fortsetzen und mit den Hinweisen im Terminal abschließen.

Benutzerdefinierte Pfadänderung (optional): Die Konfigurationsdatei bearbeiten, um den Sync-Ordner in ~/OneDrive zu platzieren:

Autostart

Damit wird automatisch ein systemd --user-Dienst eingerichtet. Damit dieser ohne Anmeldung automatisch startet:

  1. linger für den Benutzer aktivieren:

  2. OneDrive-Dienst aktvieren:

Danach startet OneDrive automatisch beim Booten - auch ohne Anmeldung.

Test

Mit folgende Kommandos lassen sich die Daten übertragen:

Syntax: rclone command flags client remote

Das Ergebnis ist ein zusätzliches Verzeichnis mit verschlüsselten Verzeichnis- und Dateinamen auf OneDrive.

Entschlüsselung

In gleicher Weise werden die Daten auf den Client wieder zurück übertragen und entschlüsselt:

Syntax: rclone command flags remote client

Sonstiges

1. Anzeigen von Verzeichnissen und Dateien

a) Verzeichnisse anzeigen (ohne Dateien):

Dies zeigt nur die Ordnerstruktur im verschlüsselten Verzeichnis an.

b) Verzeichnisse und Dateien anzeigen (mit Dateigrößen):

Dies listet alle Dateien und ihre Größen im verschlüsselten Verzeichnis auf.

2. Anzeigen der Knoten

Bash-Script

Backup

Mit dem folgenden Script lässt sich ein festgelegtes Verzeichnis auf den Cloud-Speicher übertragen (verschlüsselt):

Der Nutzername und der Pfad zur .log ist den eigenen Verhältnissen anzupassen. Mit tee erfolgt auch die Ausgabe des Datentransfers im Terminal neben dem Protokoll in der .log.

Das Script überträgt die in ~/workspace vorhandenen Ordner/Dateien in das Verzeichnis workspace auf den Cloud-Speicher.

Backup/Restore mit Abfrage

Der Datentransfer, also Backup und Restore, lässt sich mit einem Script vereinfachen: rclone_menu.sh

Beim Restore ist copy auszuwählen.

Mindmap

RcloneDaten sichern1 Voraussetzungen2 Google Drive3 Einrichtung4 Backup/RestoreBash-ScriptAccountProgramme installierenGoogle Drive APIZugriffsrechteRemote-KnotenMount-PointAutostartTestEntschlüsselungclientIDsecretID

Zusammenfassung

Es gibt sicherlich andere und genauso umfangreiche Lösungen wie die mit Rclone aus den eigenen Mitteln des Betriebssystems. Die vorgestellte Lösung kann auch unter MacOS und Windows mit wenigen Abweichungen genauso eingerichtet werden, ist also auch Plattform unabhängig.

Für die hier vorgestellten Zwecke des Backup/Restore mit Verschlüsselung ist dies einfach, erfolgreich und geeignet, den eigenen Arbeitsablauf positiv zu gestalten.

 

Wolfgang Kirk Veröffentlicht: 2026-02-09, 14:15 Uhr aktualisiert: 2026-02-11, 14:45 Uhr